Klingendes und gelebtes Welterbe
Verleihung des Bürgerpreises an die Kirchenmusik der katholischen Pfarrgemeinde Insel Reichenau.
Die Gemeinde Reichenau verleiht am Beginn jeden Jahres einen Bürgerpreis für besonderes Engagement. In diesem Jahr wurde die Kirchenmusik geehrt. Auf der Insel Reichenau gibt es 7 kirchenmusikalische Ensembles. Jede der drei Kirchen, St. Georg, Das Münster Maria und Markus und Peter und Paul, hat seinen eigenen Chor. Weiter gibt es eine Gregorianikschola, einen Jugendchor, die Münsterschola, die Kirchenband und nicht zuletzt das Orchester. Insgesamt engagieren sich ca. 160 Menschen für die Kirchenmusik der katholischen Pfarrgemeinde Insel Reichenau.
Entstanden ist die Kirchenmusik bereits in den Anfängen des Klosters Reichenau im 8. Jahrhundert. Damals durch die Mönche des Klosters. Die Stimmen Alt und Sopran wurden von den Scholaren gesungen. Diese gregorianischen Gesänge werden heute von der Gregorianikschola weiter gepflegt. Im Kloster Reichenau sind zum Beispiel in dieser Zeit das „Salve Regina“ und das „Alma Redemptoris Mater“ entstanden (Hermanus Contractus) .
In späteren Jahren wurde die Musik von der Gemeinde übernommen, wobei die Sopran- und Alt- Stimmen von den Frauen gesungen werden.
Die Kirchenmusik ist ein ganz wesentlicher Teil des Welterbes Klosterinsel Reichenau. Ganz besonders, weil es nach wie vor gelebter Glaube und Tradition ist. Dies wird in besondere Weise an den Feiertagen sichtbar wenn die Chöre und die Orchester die Liturgie zu einem besonderen Erlebnis machen.
Bürgermeister Wolfgang Zoll lobte das Engagement und die große Leistung der Musiker, die auch die Gäste beeindruckt.
„Was wäre unsere Liturgie ohne die Kirchenmusik“ sagte Präses Stephan Vorwerk, OSB in seiner Dankesrede.
Die Chöre und das Orchester haben sich jeweils mit Musik bedankt, „deshalb hatte der Bürgerempfang eher den Charakter eines Neujahrskonzert“, wie Herr Thomas Zoch vom Südkurier schrieb.
